#4 – Fakten gegen Vorurteile

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Viele Asylverfahren werden durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in die Länge gezogen. Dadurch müssen die Flüchtlinge entsprechend länger in den Asylbewerber-Unterkünften bleiben, wodurch dort Engpässe wie zuletzt in Chemnitz-Hilbersdorf entstehen.

Nach Informationen der Tagesschau in Berufung auf die Linken-Abgeordnete Ulla Jelpke müssen Asylbewerber, die gute Aussichten haben, einen Flüchtlingsstatus zu erhalten, noch länger warten. Zahlen von Anfang 2013 zeigen beispielsweise, dass Menschen aus Somalia 15,5 Monate warten mussten, gefolgt von Afghanen (13,7 Monate) und Pakistanern (12,5 Monate). Zum Vergleich: Asylsuchende aus Serbien musste bis zu ihrem Bescheid nur 2,6 Monate warten.

Begründet werden diese langen Wartezeiten vom BAMF mit dem von der Behörde gesetzten Ziel, zunächste alte Verfahren zu bearbeiten. PRO ASYL berichtet weiterhin, dass sich das BAMF bei der Personalplanung auf die Asylbewerberzahlen von 2007 beruft. Doch damals gab es lediglich 19.200 Anträge auf Asyl – heute sind es knapp 65.000.

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