Neonazi-Aufmarsch am vergangenen Wochenende in Magdeburg

Bereits 2011 fand in Magdeburg ein sogenannter "Trauermarsch" statt. (flickr.com/photos/_timl/)

(Magdeburg/Chemnitz, 16.01.2012)

Gleicher Vorwand, ähnliche Teilnehmerzahl, vergleichbarer Ort: Was Neonazis für den 5. März in Chemnitz planen, ist am vergangenen Wochenende in Magdeburg so schon geschehen. Rund 1200 Anhänger der rechten Szene führten im Herzen der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt einen sogenannten „Trauermarsch“ durch, um der Opfer der Bombardierung im zweiten Weltkrieg zu gedenken. Die rechte „Initiative gegen das Vergessen“ hatte im Vorfeld dazu aufgerufen. Dass sie immer wieder stoppen mussten und so nicht ungestört durch Magdeburg laufen konnten, ist rund 10.000 Gegendemonstranten, die auf verschiedene Weisen gegen den Neonazi-Aufmarsch demonstrierten. So fanden neben Menschenketten und der „Meile der Deomkratie“ auch Blockaden statt, weswegen die Nazis ihren Aufzug immer wieder unterbrechen mussten. Einen ausführlichen Bericht über die Ereignisse gibt es unter anderem in der tageszeitung „taz“.

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